Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
descriptionschwangere Frau hält sich den Bauch
Bei einer Schwangerschaft wächst nicht nur der Bauch der werdenden Mutter. In ihrem Körper finden viele weitere, entscheidende Veränderungen statt.
descriptionFrau fasst sich an Speck am Bauch
In der Schwangerschaft verändert sich der Körper. Nach der Geburt helfen Rückbildungsgymnastik, Sport und Ernährung, ihn wieder in Form zu bringen.
descriptionMutter stillt ihr Baby
Stillen oder nicht Stillen? Muttermilch ist das gesündeste für Babys. Doch ist Stillen nicht möglich, kann die richtige Auswahl von Muttermilchersatz helfen.
descriptionBaby wird mit Stethoskop untersucht
Die Gesundheit ihrer Kinder liegt Eltern sehr am Herzen. Doch was tun, wenn das Kind fiebert oder viel schreit? Und welche Vorsorgemaßnahmen sollten getroffen werden?
description
Säuglinge brauchen spezielle Pflege: Von Haarwäsche und Windelwechsel über die Nagelpflege bis zum Sonnenschutz gilt es einiges zu beachten.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Pflege für die Kleinsten

Wie oft sollten Säuglinge gebadet und Windeln gewechselt werden? Welcher Sonnenschutz ist für Babys sinnvoll und was sollte man bei einem Hautausschlag tun? Vor allem beim ersten Kind sind Eltern in solchen Fragen oft unsicher. Doch gerade die Hautpflege ist sehr wichtig für das Wohlbefinden des Säuglings.

Im Überblick



Weich und rosig, so soll die Haut von Kleinkindern aussehen. Allerdings weist die Babyhaut einige Besonderheiten auf, die eine spezielle Pflege nötig machen. Sie neigt schnell zum Austrocknen, denn die Schweiß- und Talgdrüsen sind bei Säuglingen in den ersten Wochen noch nicht vollständig ausgebildet.

Kurz nach der Geburt ist die Kinderhaut noch von der sogenannten Käseschmiere geschützt. Diese fetthaltige Substanz umgibt die Haut bereits im Mutterleib und verhindert das Austrocknen. Gleichzeitig bildet die Käseschmiere auch einen Schutzfilm gegen Bakterien und Pilze. Deshalb werden heute viele Neugeborene nicht mehr direkt nach der Geburt gebadet, um die schützende Schicht so lange wie möglich zu erhalten.

Spätestens nach einigen Tagen ist die Käseschmiere aber komplett verschwunden. Kleine Reste können mit etwas Babyöl und einem weichen Tuch einfach abgewischt werden. Diese Reinigungsmethode empfiehlt sich auch in der darauffolgenden Zeit. Denn bis die Haut in der Lage ist, einen stabilen Säureschutzmantel zu erzeugen, vergehen mehrere Wochen. Nach der Geburt und in den folgenden Wochen sollte die Kinderhaut daher nicht mit Seife gewaschen werden.
↑ nach oben

Baden verboten

Auch Baden ist in den ersten Wochen für Babys tabu, damit keine Infektion im verheilenden Nabel entstehen kann. Ein leicht angefeuchtetes Tuch und gegebenenfalls etwas Babyöl sind für die Reinigung völlig ausreichend. Doch auch wenn der Nabel verheilt ist, sollten Säuglinge nicht zu häufig gebadet werden. Sonst droht das Austrocknen der Haut. Bei gesunder Haut sollten Babys nicht öfter als dreimal pro Woche gebadet werden. Ist die Haut bereits zu trocken, entsprechend seltener. Eine Haarwäsche pro Woche ist ebenfalls völlig ausreichend. Wichtig ist die richtige Temperatur: Ein Badethermometer gibt Sicherheit, dass das Wasser die geeigneten 37°C hat.

Nach dem Bad bieten Cremes oder spezielle Öle Schutz und Pflege. Hier sollte darauf geachtet werden, dass keinerlei Duftstoffe, Farbstoffe oder künstliche Konservierungsmittel enthalten sind. Die Haut von Babys reagiert wesentlich sensibler darauf als die Haut von Erwachsenen. Pflegemittel für Erwachsene sind deshalb für Säuglinge nicht geeignet. Auch Pflegemittel, die ätherische Öle enthalten, sollten nicht eingesetzt werden, selbst wenn die ätherischen Öle aus der Natur stammen. Schlimmstenfalls können sie bei Kleinkindern Allergien auslösen. So besitzt beispielweise Arnika, das vielen Cremes oder Ölen zugesetzt ist, ein hohes Allergiepotential. Pflanzliche Öle ohne Zusatzstoffe sind grundsätzlich Ölen auf Paraffinbasis vorzuziehen. Sie unterstützen mit ihren Fettsäuren die hauteigene Barrierefunktion und bilden keine Schicht auf der Haut wie Paraffinöle. Zudem sollten Eltern lieber häufiger cremen als die Creme zu dick aufzutragen.
↑ nach oben

Windeln und Popopflege

Im Windelbereich ist die richtige Hautpflege besonders wichtig. Sonst besteht schnell die Gefahr eines wunden Pos. Um ihrem Baby diese schmerzhafte Erfahrung zu ersparen, sollten Eltern die Windeln häufig wechseln. Sechs bis siebenmal täglich oder sogar noch öfter ist durchaus normal. Auch wenn die alte Windel nicht verschmutzt ist, sollte sie auf keinen Fall wieder angezogen werden. Denn meist hat sie dennoch Feuchtigkeit aufgenommen und könnte die Haut in der empfindlichen Region reizen.

Gut ist es auch, hin und wieder frische Luft an den Po kommen und das Kind ohne Windel strampeln zu lassen. Beim Windelwechsel sollte der Po immer von vorne nach hinten abgewischt werden, auch dann, wenn keine Verschmutzung erkennbar ist. Bei Mädchen wird so einer Harnwegsinfektion vorgebeugt. Beim Jungen sollte die Vorhaut des Penis nicht gegen den natürlichen Widerstand zurückgestreift werden. Die in den ersten Lebensjahren vorhandenen Verklebungen lösen sich meistens von allein. Am besten für die Reinigung geeignet sind weiche, mit Wasser angefeuchtete Baumwolltücher, wie beispielsweise ein Waschlappen. Unterwegs können auch Öltücher verwendet werden. Die neue Windel sollte erst angezogen werden, wenn der Po wirklich trocken ist. Allerdings sollten Eltern den empfindlichen Babypo nicht mit einem Handtuch trockenrubbeln, abtupfen reicht. Die Haut von Säuglingen ist viel dünner als die Haut von Erwachsenen und reagiert deshalb wesentlich empfindlicher auf Reibung. Neigen Kleinkinder zu einem wunden Po, können Wundsalben Abhilfe schaffen.
↑ nach oben

Nase und Ohren reinigen?

Nase und Ohren sollten bei Säuglingen innen nicht gereinigt werden. Die Verletzungsgefahr ist dabei zu hoch. Hat das Baby Schnupfen, kann die Nase mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Verkrustungen lösen sich, indem man die Nasenöffnung mit einem weichen Papiertuch vorsichtig säubert. Reinigen Sie die Ohren nie mit einem Wattestäbchen – Sie könnten das Trommelfell verletzen. Die Ohrmuschel mit einem weichen Tuch auszuwischen reicht bei Säuglingen völlig aus.
↑ nach oben

Nagelpflege

Die Fingernägel müssen in den ersten sechs Lebenswochen in der Regel noch nicht geschnitten werden. Es sei denn, das Baby kratzt sich selbst. Dann können Eltern die Nägel mit einer abgerundeten Babyschere kürzen. Achten Sie darauf, die Fingernägel seitlich nicht zu tief und entlang der natürlichen Rundung zu schneiden. Fußnägel immer gerade abschneiden. Zudem sollten die Nägel stets sauber gehalten werden. So werden Entzündungen vermieden.
↑ nach oben

Vorsicht vor der Sonne

Kinder, die jünger als ein Jahr sind, sollten der Sonne nicht direkt ausgesetzt werden. Die Haut ist dafür noch zu empfindlich. Gleichzeitig ist Sonnenstrahlung aber wichtig für den Stoffwechsel. Der Körper kann beispielsweise Vitamin D nur dann bilden, wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen. Kinderärzte empfehlen, im ersten Jahr Vitamin D in Tablettenform zu ergänzen. So wird die Kinderhaut nicht gefährdet. Apotheker halten dafür geeignete Präparate bereit. Im ersten Jahr sollte auch noch keine Sonnenschutzcreme verwendet werden, um die Haut nicht unnötig zu belasten. Keinesfalls darf Babyöl als Sonnenschutz aufgetragen werden. Es steigert die Lichtempfindlichkeit der Haut noch.

Am besten ist es, stets schattige Plätze aufzusuchen und möglichst viel Haut mit Kleidung zu bedecken. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil bei Kleinkindern das Unterhautfettgewebe noch nicht vollständig entwickelt ist. Daher sind sie kälteempfindlicher. Zudem ist bei Säuglingen das Verhältnis von Hautoberfläche zu Körpergewicht mehr als doppelt so groß wie bei Erwachsenen. Sie kühlen somit wesentlich schneller aus und sind empfindlicher gegen Umwelteinflüsse. Darüber hinaus produziert Babyhaut noch nicht ausreichend Melanin – dieses körpereigene Pigment schützt die Haut vor UV-Strahlen.
↑ nach oben

Hautausschläge

Einige Babys entwickeln kurz nach der Geburt Hautausschläge. Hier ist zu unterscheiden zwischen dem sogenannten Milchschorf und dem etwas weniger bekannten Kopfgneis. Umgangssprachlich werden beide Krankheitsbilder meist als Milchschorf bezeichnet.

Doch auch wenn die Ausschläge äußerlich ähnlich wirken, stecken unterschiedliche Auslöser dahinter: Milchschorf ist eine Frühform der Neurodermitis, gehört also in die Gruppe der atopischen Ekzeme. Er erscheint meist erst nach dem dritten Lebensmonat und kann über mehrere Monate oder sogar Jahre bestehen bleiben. Die betroffenen Babys leiden dabei an einem intensiven Juckreiz, ihr Wohlbefinden ist stark beeinträchtigt.

Ganz anders ist das beim harmlosen Kopfgneis. Er gehört in die Gruppe der seborrhoischen Ekzeme und ist in erster Linie mit einer übermäßigen Talgproduktion verbunden. Für die Babys ist der Ausschlag jedoch nicht weiter störend. Die weichen, fetthaltigen Schuppen lassen sich mit Pflegeöl gut entfernen. Beim Milchschorf dagegen sind die Schuppen hart und die Haut kann gerötet sein und nässen. Der Arzt behandelt hier in erster Linie den Juckreiz. Tritt beim Säugling Hautausschlag auf, sollten die Eltern daher sicherheitshalber zum Kinderarzt gehen, um untersuchen zu lassen, um welche Form von Ausschlag es sich handelt.
↑ nach oben

Baby wird gebadet
© Shutterstock
Weniger ist mehr: Babys sollten in den ersten Wochen ihres Lebens nicht gebadet werden. So vermeiden Eltern eine Infektion im verheilenden Nabel. Auch danach gilt: Zu häufige Bäder können die empfindliche Haut ihres Kindes austrocknen.
Windel wird gewechselt
© Shutterstock
Windelwechsel: Ein wunder Po ist schmerzhaft für Säuglinge. Die Windel sollte deshalb häufig gewechselt werden. Zur Reinigung der Haut sind feuchte Baumwolltücher am besten geeignet. Im Anschluss wird der Po nicht trocken gerieben, sondern nur abgetupft. Oder er trocknet beim Strampeln ohne Windel.
Baby sitzt auf einer Wiese in der Sonne
© Shutterstock
Gefährliche Sonne: Kinder unter einem Jahr sollten keiner direkten UV-Strahlung ausgesetzt werden. Auch Sonnenschutzmittel sind für die empfindliche Haut von Säuglingen ungeeignet. Vielmehr sollten Babys im Schatten bleiben. Kleidung schützt die Haut ihres Kindes.